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Pressestimmen


Grenzüberschreitungen 2001

Musikalische Morgenlandfahrt
Stadtkirche: Bei "Grenzüberschreitugen" begegnen sich Hinduismus und der Westen

Die diesjährigen "Grenzüberschreitungen" in der ansehnlich gefüllten Stadtkirche boten eine reizvolle Begegnung von hinduistischer Tempelmusik und westlichen Stil. Im liturgischen Ambiente des Gotteshauses unternahmen die Künstler, zwei Tempelmusiker aus Sri Lanka sowie die deutsche Formation "Space of Colours", eine von Rhythmik und eigentümlicher Religiosität angefüllte Morgenlandfahrt. Selbst die starre Kälte in der Kirche konnte die besondere Stimmung, die durch die variantenreiche Lichtgestaltung noch unterstrichen wurde, nicht trüben.
(Nordbayrischer Kurier, 19. November 2001)

 

 

Weltmusik: Alles in Bewegung

Seinen künstlerischen und klanglichen Höhepunkt erreichte das Konzert mit den beiden Stücken "Oriental Groove" und "Portativ". Zu einer mittelalterlichen Weise, die Jaekel auf seinem selbst gebauten Orgelportativ anstimmte, marschierten die Musiker durch den Mittelgang der Kirche hinauf zur Orgelempore, wo Jaekel an die Orgel wechselte. Ohne Verstärker und auf Grund der veränderten Klangbedingungen auf der Orgelempore erreichten die Musiker hier einen trockenen, warmen Klang, der die Intelligenz von Besetzung und Arrangements der "Space of Colours"-Stücke offenbarte. Jazzige Improvisationselemente der Posaune, barocke Formen der Orgelmusik, orientalische Melodik und als i-Tüpfelchen die exotischen Percussion-Klänge Tunji Beiers machen die Musik der Gruppe zu einem besonderen Hörerlebnis.
(Frankenpost, 20. November 2001)

 

Grenzüberschreitungen 2000

Zwei Stücke gehören herausgehoben: Die jakutische Sängerin Stepanida Borissova und die beiden deutschen Sängerinnen Felicitas Weyer und Almut Seebeck gestalteten Dvoraks Zigeunerlied „Die alte Mutter“ mit bewegender Zartheit. Dazu sang Borissova abwechselnd mit den Deutschen Strophen eines alten jakutischen Wiegenliedes, das sich harmonisch hervorragend einfügte.
(Nordbayerischer Kurier, 20. November 2000)

Zu den beiden Sängerinnen Stepanida Borissova (Jakutien) und Pinise Saul (Südafrika) treten in wechselnder Besetzung ebenbürtige Instrumentalisten. Gleichfalls aus Südafrika kommt der coole Gitarrist Lucky Ranku, der mit seiner Gitarre einen lapidaren Stil des Understatements pflegt. Am Bass lässt sich in gelassener Präszision der Amerikaner Dave King vernehmen, schon seit Jahren ein verlässlicher Gast der „Grenzüberschreitungen“ - ebenso wie der britische Saxofonist Iain Ballamy, der den Singstimmen die fabelhaften Melodielinien seines Instrumentes partnerschaftlich beistellt. Für das perkussive Element sorgt neben dem künstlerischen Leiter des Festivals, Tunji Beier, der Drummer Thomas Stronen. Zusammen mit Ballamy erweitert der Norweger die ausgemacht experimentelle Note des Treffens durch seine Komposition „Electronics“, eine Naturlaut-, Geräusche und Stimmen-Collage aus dem Sampler.
(Frankenpost, 20. November 2000)

 

Grenzüberschreitungen 1999

Die Arrangements waren transparent und die Soli gaben jedem Instrumentalisten genug Raum, um die vorgegebenen Rhythmen und Melodien zu erforschen. Es wäre ungerecht, einzelne Höhepunkte herauszuheben. Das von der chinesischen Pipa-Spielerin Zhang Zhulian komponierte „Song of Spring“, sparsam und atmosphärisch umrahmt von E-Bass (Dave King) und E-Gitarre (Luigi Archetti), ging ebenso unter die Haut wie das sehr rhythmische und zu voller Lautstärke anwachsende Tutti-Stück „Manzani Sisse“, ein Traditional aus Gambia.
(Bayerische Rundschau, 11. November 1999)

 

Die Pracht die die Künstler umgibt, stammt aus einer der feudalsten Epochen des Abendlandes: ein Opernhaus, einst barocker Prachtentfaltung vorbehalten. Auch jetzt wird hier Musik gemacht, doch sie kommt aus Kulturkreisen, die markgräflichem Kunstverständnis zur Gänze widersprechen. So treffen scheinbar unverträgliche Traditionen aufeinander, um gemeinsam fruchtbar zu werden. Künstler aus der Fremde kombinieren ihre exotischen Saiten- und Percussioninstrumente, ohne die Bayreuther Kontraste aufheben zu wollen. So fordern sie ihr Publikum dazu auf, sich hier, in altehrwürdiger Umgebung, auf ungeläufige Hörerlebnisse einzulassen, auf Klänge von anderswo. Dass dabei unbestreitbar Könner am Werk sind, macht das Verständnis leichter.
(Frankenpost, 8. November 1999)

 

Grenzüberschreitungen 1998

Das Festival kann inzwischen wohl behaupten, eine eigene Tradition begründet zu haben. Weltmusik auf höchstem Niveau hört man in der fränkischen Provinz nur in Bayreuth. Hoffentlich wird es eine Fortsetzung geben.
(Bayerische Rundschau, 10. November 1998)

Die Grenzüberschreitungen 1998 unterstrichen im Opernhauskonzert ihr Glaubensbekenntnis: Die Welt ist ein globales Dorf. Innerhalb einer Woche fanden sieben Musiker zu einer gemeinsamen Sprache. Die Botschaft ist so einfach wie klar: Mit Musik werden Grenzen überschritten. Und wenn verschiedene Musikkulturen gleichberechtigt miteinander verschmelzen, dann kommt Esperanto-Musik dabei heraus, in der sich jeder Mensch wiederfindet.
(Nordbayerischer Kurier, 9. November 1998)

 

Grenzüberschreitungen 1996

Hier zeigte sich wieder einmal, dass Musik das wahre Mittel ist, um alle Barrieren dieser Welt zu sprengen. Die einzelnen Musiker hatten sich hierfür von ihren bestehenden Formationen gelöst und zu völlig neuen Konstellationen zusammengefunden. Grundlage der einzelnen Stücke waren zumeist Volksweisen aus allen Erdteilen, angereichert mit Jazz-Elementen, zeitgenössischen Spieltechniken und viel improvisatorischer Freiheit. Heraus kam dabei nicht etwa ein aus zahllosen Zutaten zusammen- geköchelter Eintopf oder eine Art Ethno-Pop, sondern vielmehr eine vollkommen eigene und schwungvolle Mischung.
(Nordbayerischer Kurier, 19. November 1996)

 

Grenzüberschreitungen 1994

Das brillante Ensemble Okuta Percussion, das mit nigerianischen und indischen Percussioninstrumenten rhythmische Fantasien von wahrhaften enzyklopädischen Ausmaßen freisetzte, und das leidenschaftliche, aus Rumänien stammende Bulgarka-Duo - diese beiden Gruppen gehörten zu den Höhepunkten des Festivals, das am Samstag mit einem beinahe vierstündigen Improvisationskonzert zu Ende ging, in dem sich die 19 Musiker zu immer neuen Gruppierungen, zu neuen Grenzüberschreitungen zusammenfanden.
(Nordbayerischer Kurier, 31. Mai 1994)